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Ein Fest für Büchermenschen

Ines Balcik
07.02.2022

Sehenswerte historische Bibliotheken

Büchermenschen lieben Bibliotheken – umso mehr, wenn sie so prächtig ausgestattet sind wie die im Bild gezeigte The Morgan Library in New York. Auch in der guten alten europäischen Welt finden sich viele wunderschöne Bibliotheken, exemplarisch seien hier nur die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar genannt und die Klosterbibliothek im Stift Admont. Eine solche Bibliothek selbst zu besuchen, ist sicherlich ein beeindruckendes Erlebnis. Aus vielerlei Gründen ist der Vor-Ort-Besuch einer besonders sehenswerten Bibliothek nur wenigen möglich. Da ist das Internet mit seinen Bildergalerien eine willkommene Ergänzung für die Sinne. Bilder und Informationen zu den schönsten alten Bibliotheken sind nicht schwer zu finden.

Digitalisierungsprojekt der Deutschen Nationalbibliothek

Aber ein Besuch oder Bilder reichen Büchermenschen natürlich nicht. Wie kann man sich die Bücher also ansehen? Die Digitalisierung macht's möglich: Immer mehr Bibliotheksbestände in aller Welt werden digitalisiert und damit einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht. Die Deutsche Digitale Bibliothek zum Beispiel hat das Ziel, den kostenlosen und einfachen Zugang zu Kulturgütern zu schaffen. Das Ziel ist weit gefasst: Nicht nur Bücher zählen dazu, auch Bilder, Skulpturen und Tondokumente sollen u. a. aufgenommen werden. Schon jetzt sind mehr als 34 Millionen Objekte erfasst – da dürfte für jeden Lesegeschmack etwas dabei sein.

Digitales Stöbern und Blättern

Das Lesen des Inhalts alter Bücher reicht vielen Büchermenschen nicht. Sie vermissen das Gefühl, einen Folianten in Händen zu halten, die Seiten zu berühren, den typischen Geruch von altem Papier aufzunehmen. Da können die digitalen Bücherwelten noch nicht ganz mithalten und doch liegen die Vorteile der digitalen Bestände auf der Hand: Dank Internet ist alles von jedem beliebigen Ort aus einsehbar. Abgesehen davon sind die alten Kataloge mit ihren Karteikarten-Systemen aus heutigen Real-Life-Bibliotheken sowieso längst verbannt. Den Überblick behält man leichter mit digitalen Ordnungssystemen. Das digitale Stöbern in alten Bibliotheksbeständen hat einen neuen, eigenen Reiz gegenüber dem traditionellen Bibliotheksbesuch. Wer's nicht glaubt, probiere es beispielsweise mit einem Besuch der digitalisierten Bestände der Universität Hamburg.

Man muss nicht aus Hamburg stammen, um die alten Karten und Ansichten der Stadt durchzublättern und den Anblick der alten Schätze zu genießen. Ganz ohne Staubgeruch.

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